Calcit

Harzer Mineralienseminar


Die Geosammlung

Bergbauliche Tradition als Ursprung

Kustos: Dr. K. Strauss

Blick in die paläontologische AbteilungDie Mineralogischen Sammlungen der TU Clausthal nehmen mit einem Bestand von mehr als 120.000 Stücken in der Bundesrepublik Deutschland eine Spitzenposition ein. Herausragend ist ihre Bedeutung auf den Gebieten der Erze und mineralischen Rohstoffe. Sie bieten die Basis für zahlreiche vergleichende wissenschaftliche Untersuchungen und stehen Wissenschaftlern der ganzen Welt zur Benutzung zur Verfügung.

Der Grundstein der Sammlungen wurde 1811 gelegt, als eine vom Bergamt Clausthal zusammengestellte Mineraliensammlung der neu konstituierten Bergschule überlassen wurde. Den Ausbau zu einer wissenschaftlichen Einrichtung verdanken wir Friedrich Adolph Roemer (1809-1869), dem ersten Direktor dieser Hochschule. 1907 wurde die Sammlung umgestaltet und nach neuen didaktischen Gesichtspunkten eingerichtet. Seither dienen die Sammlungen vorrangig der studentischen Ausbildung, aber auch Zwecken des weiterbildenden Studiums in verschiedenen Formen der Erwachsenenbildung.

Die Abteilung Mineralogische Sammlungen ist in ihrer Präsentation primär nicht auf die Ästhetik der Minerale ausgerichtet, wie manche andere Ausstellungen, sondern nach Kriterien der wissenschaftlichen Systematik und nach genetischen Aspekten.

Atlas mit HöhenverteilungDennoch ist der öffentliche Teil nicht nur für Spezialisten und Sammler interessant, sondern hat auch bei Touristen, Urlaubern, Schülern und Durchreisenden, die sich an der Schönheit der Minerale erfreuen, eine große Resonanz. Für viele Besucher ist ein Großteil der ausgestellten Exponate nicht nur ein Abbild der mineralogisch-geologischen Entwicklungsgeschichte der Region, sondern auch ein Beleg für den wirtschaftlichen Aufstieg und Niedergang des Harzer Bergbaus. Viele der ausgestellten Minerale, Erze und Gesteine stammen aus längst erschöpften und aufgelassenen Gruben, deren Zugang den Interessierten für immer verschlossen bleibt.

Der Besuch der Sammlungen ist für die Teilnehmer und Teilnehmerinnen des Seminars kostenlos. An zwei Abenden (Montag und Dienstag) wird die Sammlung nach dem Seminar zum Besuch geöffnet.

Weitere Informationen zur Geosammlung finden sich unter GeoMuseum.


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Institut für Endlagerforschung der TU Clausthal.