Für die Endlagerung radioaktiver Abfälle wurden bisher in Deutschland bevorzugt Salzformationen in Erwägung gezogen und auch genutzt (Endlagerung schwacher bis mittelradioaktiver Abfälle in den Bergwerken Asse und Morsleben). Nach den Vorfällen in der Asse und zunehmenden Zweifeln an der Sicherheit des Salzstocks Gorleben sollen nun jedoch auch andere Formationen untersucht werden. Aus dem Ausland sind Untersuchungen zur Tauglichkeit von Granitformationen (z.B. in Schweden) und Tonvorkommen (z.B. Frankreich) bekannt. Bieten diese Gesteine Vorteile gegenüber dem leicht löslichen und mechanisch wenig beständigem Salz? Welche Nachteile haben sie? Erfahrungen aus der Tätigkeit des Instituts für Endlagerforschung sollen den Teilnehmern und Teilnehmerinnen ermöglichen, die Argumente in der Diskussion um die Endlagerung besser zu beurteilen. Im Kurs wird auf die aktuelle Situation in der Forschung und der politischen Situation eingegangen