Calcit

Harzer Mineralienseminar


Themen des 29. Harzer Mineralienseminars

Erzlagerstätten und Mineralvorkommen im Gebiet des Südharzer Rotliegend-Vulkanismus

Dr. W. Ließmann

Im Südharz zwischen Herzberg im Westen und Ilfeld im Osten finden sich die Spuren eines markanten Vulkanismus, der im Rotliegenden nach der Harzfaltung einsetzte und größtenteils saure kieselsäurereiche Schmelzen förderte. Berge wie Großer und Kleiner Knollen oder der Ravensberg bei Bad Sachsa stellen die Reste einer ausgedehnten vulkanischen Decke dar, die im Raum Ilfeld ("Ilfelder Becken") fast in ihrer ganzen Mächtigkeit erhalten geblieben ist. An verschiedenen stellen sind die mit porphyrisch ausgebildeten Vulkaniten gefüllten Förderspalten aufgeschlossen. Typische Gesteine sind Rhyolithe, Rhyodazite und Latite, die stellenweise schöne Achatmandeln führen. Heute geht man davon aus, dass es sich nicht um ausgeflossene Laven, sondern um die Ablagerungen gewaltiger pyroklastischer Ströme ("Glutwolken") handelt.

Zahlreiche jüngere Gangmineralisationen, die an hercynisch streichende Störungen gebunden sind, führen vor allem Schwerspat, aber auch Hämatit und Manganerze. Über die weltberühmten Vorkommen von Ilfeld mit ihren Manganitkristallen wird berichtet.

Themen
  1. Mangan ein "Stahlveredler" mit einer interessanten Mineralogie
  2. Erzlagerstätten und Mineralvorkommen im Gebiet des Südharzer Rotliegend-Vulkanismus
  3. Chemische Grundlagen der Mineralogie
  4. Minerale der magmatischen Gesteine
  5. Grundlagen der Kristallographie
  6. Mineralbestimmung nach äußeren Kennzeichen
  7. Silikate & Co. - Verwandtschaft zwischen den Mineralen
  8. Einfache chemische Methoden der Mineralbestimmung
  9. Mineralbestimmung mit der Elektronenstrahl-Mikrosonde
  10. Besuch der Geosammlungen der TU Clausthal
  11. Ganztägige Busexkursion in den Südharz
Site Meter Diese Seite wird gepflegt von Antje Gebel (antje.gebel(at)tu-clausthal.de) am
Institut für Endlagerforschung der TU Clausthal.